Musik
Schatzkammer
"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum", schrieb vor über hundert Jahren der Philosoph Friedrich Nietzsche - und auch heute kann die Musik noch aussprechen, was Worte niemals auszudrücken vermögen. Dennoch, oder gerade deswegen, gibt es auf unserer Welt keinen noch so kleinen Kulturkreis, der nicht irgendeine Art von Musik hat. Die Faszination und das Bedürfnis der Menschen für Musik ist und bleibt ungebrochen. Ebenso verhält es sich mit all den Versuchen, diese Faszination in Worte zu fassen, Abhandlungen und ganze Bücher darüber zu schreiben. Manch einer wendet sich brüsk von ihnen ab, aus Angst vor der 'Entzauberung' der Magie der Musik und schwört auf den reinen Notentext und natürlich auf die Musik selbst.
Ganz gleich wie Sie es halten mögen, hier beim ZVAB finden Sie alles: vom musikwissenschaftlichen Fachbuch bis zur Romanbiografie bedeutender Komponisten, von Klaviernoten für Kinder bis zur Orchesterpartitur der großen Symphonien.
Ballett von Hans Haug und Otto Maag
Le IndifferentDer Schweizer Komponist Hans Haug (1900-1967), einer der bedeutendsten Schweizer Komponisten des 20. Jahrhunderts, lebte eine intensive musikalische Tätigkeit als Pianist, Dirigent und später Lehrer am Konservatorium von Lausanne, wobei er alle musikalischen Sparten aktiv ausübte (Jazz, Filmmusik usw.). Er komponierte ungefähr 200 Werke (Kammermusik, Vokalwerke, Solokonzerte, symphonische Stücke, Ballette, Opern, Operetten, Oratorien, Radio-Hörspiele, Festspielmusik, Schauspielmusik und Filmmusik). - Innendeckel und Vorsätze etwas stockfleckig, insgesamt jedoch schönes, ordentliches Exemplar. - Matthey/Perret, MUH 73.
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BACH, Johann Sebastian
Johann Sebastian Bach
Orgelbüchlein BWV 599-644. Faksimile der
autographen Partitur. Herausgegeben von
Heinz-Harald Löhlein
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Johann Sebastian Bachs Brandenburgische Konzerte
Vorweihnachtliche Kaufhausmusik der Extraklasse
Christian Ludwig,
Markgraf von Brandenburg
Johann Sebastian Bach war nicht nur ein Vertreter der lutherisch-protestantischen Musiktradition des mittel- und norddeutschen Raums, er führte den Barock zu einem fulminanten Höhepunkt. Bachs Todesjahr (1750) gilt nach wie vor als Markstein, der das Ende dieser Epoche kennzeichnet.
Residenz zu Köthen
Die sogenannten
"Brandenburgischen Konzerte", im Original die Six Concerts/Avec plusieurs Instruments, entstanden in der Zeit, die wahrscheinlich die glücklichste in Bachs Leben war. Am Hofe Fürst Leopolds in Köthen konnte der Komponist optimale Bedingungen genießen. Eine vortreffliche Hofkapelle, die unter seiner Leitung stand und ein 'weltlicher Arbeitgeber', der selbst ein Kunstkenner war, gewährte Bach entsprechend viel Freiheit hinsichtlich seiner Kompositionen. Das instrumentalmusikalische Schaffen war in Köthen von zentraler Bedeutung und es entstanden unter anderem viele der Solosonaten und -partiten für Violine, Flöte und Violoncello, die heute noch zum gängigen Repertoire von Profimusikern zählen.
Die sechs
"Brandenburgischen Konzerte" komponierte Bach als jeweils einzelne über mehrere Jahre verteilt. Erst 1721 wurden sie, zur Widmung des Markgrafen Ludwigs von Brandenburg, in der heute bekannte Reihenfolge zusammengestellt. Obgleich sie nicht als Zyklus konzipiert sind, können sie dennoch als Ganzes betrachtet werden. Die Konzerte demonstrieren in Form und Besetzung für das spätbarocke Ensemblekonzert ein Sammelsurium an Neuerungen, das in vielerlei Hinsicht richtungweisend für Zukünftiges war.
Johannes Brahms
(07.05.1833 - 03.04.1897)Das VIOLINKONZERT D-DUR, OP. 77 ist eines der bedeutendsten Werke seiner Gattung. Zunächst vom Publikum als Konzert gegen die Geige verschrien – weil es zu schwer sei und im zweiten Satz die Oboe dominiert – traf es auch zunehmend in Nicht-Fachkreisen auf Begeisterung. Brahms’ engem Freund, Joseph Joachim, ist das Konzert nicht nur gewidmet, er war auch als der Violin-Virtuose der Zeit maßgeblich an seiner Entstehung beteiligt.
Die anfängliche Abneigung beim Publikum mag auch daran gelegen haben, dass Brahms, entgegen jeder musikalischen Mode, die Melodie nicht nur einem Instrument überlassen wollte – auch nicht der Solo-Geige. In einem Orchester-Konzert, indem sich ‚mehrer gleichberechtigte Partner unterhalten’, ist ein langer Monolog schließlich unerwünscht. So entwickelt sich der musikalische Gedanke zwischen Geige und Orchester und wird, gleich einem demokratischen Prinzip, diskutiert und gemeinsam entwickelt. Bis heute gilt Brahms’ Violinkonzert als ein Parade-Stück eines jeden guten Geigers.